3.2 Zweite Phase

Sinnvoll ist es, die 2. Phase dann in Angriff zu nehmen, wenn sich die Produktion und Zuteilung konsolidiert hat und Produktivitätssteigerungen wirksam werden.

Einführung der Arbeitsbewertung (siehe Kapitel „Grundriss einer BVW / Bewertung der Arbeit“) und des Dreistufenmodells (Grundversorgung, Allgemeinversorgung, Sonderversorgung), jedoch noch auf Basis des Fixkredits. Das bedeutet, dass den BVW-Mitgliedern ein Fixkreditbetrag gemäß Arbeitsstundenleistung (Durchschnittsberechnung) und Art der Arbeit zur Verfügung steht. (Der gesteigerten Produktivität kann durch eine Erhöhung des Fixkreditbetrags oder einer Preissenkung Rechnung getragen werden.)

Im Laufe der 2. Phase könnten Grundversorgungsgüter gratis abgegeben werden, und die Chipkarte nur mehr mit einer Mengenbeschränkung für eine gewisse Periode ausgestattet werden (siehe Kapitel „Grundriss einer BVW / Zuteilung mit Chipkarte“).
Ab einem gewissen Stadium der Umgestaltung wird zu entscheiden sein, ob die Produktivität und die Versorgung einen Grad erreicht haben, der es zulässt, das Niveau der drei Versorgungsgruppen (Grundversorgung, Allgemeine Versorgung und Sonderversorgung) anzuheben. Welche Schwerpunkte dabei zu setzen sind, wird gesellschaftlich zu diskutieren sein.

Die Konzentration der Produktion wird vorangetrieben, um effizienter zu produzieren.
Die neue Organisation der Produktion und Leistungserstellung ist mit der Umsetzung neuer Wohnmodelle zu verknüpfen, etwa „Dorfsiedlungen“ mit der nötigen Infrastruktur (z.B. öffentliche Verkehrsmittel).

Die in der ersten Phase eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen können nun voll wirksam werden.
Das ermöglicht auch die Ausdehnung der Lebensarbeitszeit: Ältere BVW-Mitglieder können, wenn sie wollen, länger arbeiten und werden für gewisse Bereiche eingeschult oder umgeschult.

Die weiter vorangetriebene Produktivitätssteigerung sollte eine Reduzierung der durchschnittlichen Arbeitszeit zulassen.


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  1. 1 Inhaltsverzeichnis « Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft statt Kapitalismus Pingback am 11. Dezember 2008 um 15:23 Uhr
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