6.4.1.1 Grundstufe (Grundanspruch)

Diejenigen, die keinen Beitrag zur gesellschaftlichen Versorgung leisten wollen bzw. deren Gesamtarbeitszeit nicht für den Anspruch auf die Allgemeinversorgung reicht (sehr geringe, sporadische Arbeitszeiten), werden nicht dem Hungertod überlassen, sondern können sich mit Gütern versorgen, die ein bescheidenes Leben ermöglichen. Welche Güter dies sind, wäre in den Ausschüssen der BVW zu diskutieren. Je fortgeschrittener die Güterproduktion bzw. Versorgung ist, umso mehr wird auch in dieser Grundstufe zur Verfügung stehen.
Es ist nicht anzunehmen, dass sich viele mit diesem Grundanspruch zufrieden geben, und diejenigen, die arbeiten könnten, nicht arbeiten wollen. Dies auch deshalb, weil die Arbeit selbst hinsichtlich Arbeitsinhalt, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsdruck und Arbeitszeit, den belastenden Charakter, der ihr in der Marktwirtschaft anlastet, weitgehend abgelegt hat.
Zu unterscheiden sind solche, die nicht arbeiten wollen von denjenigen, die nicht (im normalen Ausmaß) arbeiten können (mangels körperlicher oder geistiger Fähigkeiten). Letztere fallen in die Allgemeinstufe (Allgemeinversorgung). Kinder und Jugendliche bis 18 erhalten die Grundversorgung plus eine Zusatzversorgung je nach Stufe der Eltern (Allgemein- oder Sonderversorgung).
Ältere Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen, bleiben in der gleichen Versorgungsstufe, die für sie zuletzt als Arbeitende relevant war.
Die Ausbildung und medizinische Versorgung wird für alle Stufen unabhängig von der geleisteten Arbeitszeit in gleichem Maße zur Verfügung gestellt.


1 Antwort auf “6.4.1.1 Grundstufe (Grundanspruch)”


  1. 1 Inhaltsverzeichnis « Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft statt Kapitalismus Pingback am 11. Dezember 2008 um 15:21 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.