4.2 Mitarbeiter der Planungskomitees

Die Planungskomitees bestehen aus Spezialisten der jeweiligen Sektoren (Branchen), die nach dem Rotationsprinzip in das Komitee berufen werden bzw. sich bewerben. Für die Berufung sind Qualifikation und Interesse ausschlaggebend.
Die Planungskomitees können keinesfalls als Regierung eines bürgerlich demokratischen Staats gesehen werden. Bekanntlich haben Regierungen nichts mit der Planung der gesellschaftlichen Produktion zu tun. Für die Durchführung der Planung bedarf es keiner Gesetze, die durchgesetzt werden müssten. (Weitere Ausführungen dazu im Kapitel „Grundriss der BVW / Politik“.)

Die Entscheidungen, welche das Planungskomitee in gewissen Bereichen trifft, basieren auch auf Anregungen von Produktbenützern und den produzierenden Betrieben selbst. Es findet in der BVW in jeder Hinsicht mehr Einmischung der Konsumenten hinsichtlich der Produktgestaltung statt als in der Marktwirtschaft.
In der Marktwirtschaft werden Produktentscheidungen von Unternehmen getroffen. Die Produkte werden auf dem Markt angeboten, dem Konsumenten vorgegeben. Dieser kann dann per Kaufentscheidung „auswählen“, wobei sich das Bedürfnis für die meisten am Preis zu relativieren hat.Unzufriedene Verbraucher werden in der BVW dazu angehalten ihre Kritik zu äußern und partiell in den Planungskomitees mitzuarbeiten, um die Mängel zu beheben. Es könnten Gebrauchswertkomitees gebildet werden, die ein kritisches Forum darstellen und in eine Diskussion mit dem Planungskomitee treten. Spezielle Ausschüsse konkretisieren die dabei erzielten Ergebnisse und sind für die Umsetzung verantwortlich.


1 Antwort auf “4.2 Mitarbeiter der Planungskomitees”


  1. 1 Inhaltsverzeichnis « Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft (BVW) statt Kapitalismus Pingback am 06. November 2011 um 19:19 Uhr
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