2.2.5 Krieg und Frieden

Krieg ist und bleibt immer eine Option des bürgerlichen Staats. Kriege werden laufend geführt und zwar unter starker Beteiligung der Staaten der Ersten Welt. Daran ändern weder friedvolle Äußerungen von Diplomaten noch der relativ lange Friedenszustand zwischen den Staaten der Ersten Welt etwas.
Daraus ist nun keine Beschwörung eines weiteren Weltkriegs abzuleiten. Für solch einen „großen“ Krieg sind mehrere Faktoren ausschlaggebend: die wirtschaftliche Entwicklung, Bündnispolitik, Krisenregionen der Welt, Waffentechnologie, die Politik in einigen Ländern der Ersten Welt. Insofern sind Prognosen bezüglich eines Weltkriegs unangebracht.
Wahrlich keine gewagte Prognose ist, dass weiterhin vehement aufgerüstet werden wird. Auch in den Zeiten der so genannten „Abrüstungsverhandlungen“ ging es niemals um eine prinzipielle Reduzierung der Aufrüstung, sondern um die Aufgabe von vorhandenem Kriegsgerät, welches für das Erreichen der Kriegsziele nicht mehr notwendig erschien.
Friedensbewegungen, die meistens aktiv werden, wenn der eigene Staat den „Verteidigungsfall“ proklamiert, appellieren dann an die Moral des eigenen Staates. (Was fällt ihnen dann noch an Kritik ein, wenn ihr Staat den Feind der Unmoral bezichtigt!) Der Adressat ihres Appells ist falsch gewählt, denn er unterstellt eine „gute“ Seite des Staates. Dieser ist jedoch weder gut noch schlecht, sondern verfolgt Interessen – und für diese nimmt er, wenn es nötig ist, auch eine Menge Leichen in Kauf.


1 Antwort auf “2.2.5 Krieg und Frieden”


  1. 1 Inhaltsverzeichnis « Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft statt Kapitalismus Pingback am 05. Dezember 2008 um 17:16 Uhr
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