2.2.3 Gesundheit

Aufgrund der vom bürgerlichen Staat gesetzten Restriktionen der Budgetpolitik wird er auch in Zukunft nur einen Teil der medizinischen Leistungen den Pflichtversicherten zu erschwinglichen Preisen anbieten. Wollen diese eine spezielle bzw. eine bessere Betreuung, werden sie weiterhin (und wahrscheinlich in erhöhtem Maße) privat zuzahlen müssen.
Dies gilt auch für die Altersversorgung. Da sich der bürgerliche Staat in diesen Bereichen (Gesundheit, Altervorsorge) finanziell überfordert sieht, wird dem Bürger vermehrt klar gemacht, dass er zusätzlich noch „privat“ vorzusorgen hat. Diesen Trend findet man in allen Staaten der Ersten Welt, egal welche Regierung das Sagen hat.
Eine Reduzierung der Normalarbeitszeit auf 20 – 25 Stunden wöchentlich, gesicherte Arbeitsplätze, die Durchsetzung von angenehmen Arbeitsbedingungen in allen Bereichen (und das bei einer Entlohnung, welche ein gutes Leben ermöglicht), wären Bedingungen, welche den Gesundheitszustand der Bevölkerung erheblich verbessern würden. Abgesehen davon, dass diese allgemein als unrealistisch eingeschätzte Forderungen gar nicht gestellt werden, so wäre der bürgerliche Staat wohl die falsche Adresse dafür. (Siehe dazu ebenfalls Kapitel „Reduzierung der Normalarbeitszeit“)


1 Antwort auf “2.2.3 Gesundheit”


  1. 1 Inhaltsverzeichnis « Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft statt Kapitalismus Pingback am 15. Dezember 2008 um 10:38 Uhr
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