2.2.2 Arbeit

Das Einführen einer gesetzlichen Arbeitsplatzgarantie – und damit die Beseitigung eines der existenziellen Probleme – ist vom bürgerlichen Staat nicht zu erwarten. Nur ein Staat, dessen Grundlage nicht die Marktwirtschaft ist, würde eine Arbeitsplatzgarantie durchsetzen (können).
Der bürgerliche Staat kann und wird nur sehr eingeschränkt auf die Personalpolitik des Unternehmers einwirken. Er kann z.B. die Unternehmer durch staatliche Förderungen dazu bewegen, Arbeitslose einzustellen – zwingen wird er sie dazu nicht. Arbeitslosigkeit wird also durch staatliche Politik nicht verhindert werden; sie wird tendenziell ansteigen, abhängig von den jeweiligen Konjunkturen. Die Unterstützung der Arbeitslosen durch den Staat hat sich an dem Budget des Staates zu relativieren – was das Ausmaß der Unterstützung betrifft, so mag dieses innerhalb einer gewissen Bandbreite von Regierung zu Regierung wechseln.
Das staatliche Eingreifen in die Arbeitsbedingungen wurde schon im Kapitel über „Reduzierung der Normalarbeitszeit“ bezüglich der Grundlagen und der Verlaufsform beschrieben – das dort festgehaltene Resümee fasst die Stellung staatlicher Politik zu den Arbeitsbedingungen zusammen.


1 Antwort auf “2.2.2 Arbeit”


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