3 Konkurrenz um den Profit

Privateigentümer setzen ihr Kapital dort ein, wo sie die Möglichkeit sehen, Profite zu erwirtschaften. Dabei treffen sie auf andere Privateigentümer, die das Gleiche vorhaben. Dementsprechend sieht die Arbeitsteilung in der Marktwirtschaft aus. Von vielen Betrieben werden gleiche oder ähnliche Produkte angeboten. Jeder der Privateigentümer will verkaufen und verdienen. Jeder hat es dabei mit mehr oder weniger Konkurrenten zu tun, die den Verdienst den (wie es oft euphemistisch heißt) „Mitbewerbern“ streitig machen – ob sie wollen oder nicht. Unabhängig von der Zahlungsfähigkeit des Marktes (nicht zu verwechseln mit dem tatsächlich vorhandenen Bedarf: Der Bedarf an schönen Wohnungen ist bestimmt größer als die allgemeine Zahlungsfähigkeit diesbezüglich) werfen sie ihr Angebot auf den Markt. Dort kann nicht alles lukrativ verkauft werden. Die negativen Auswirkungen auf den Profit von so manchen Unternehmen können diese mittel- bzw. langfristig nicht verkraften – werden deren Kredite nicht weiter bedient, so bedeutet dies die Liquidation.

„Konkurrenz belebt das Geschäft“, heißt es. Das ist zweifellos richtig – nur wie sieht diese Belebung aus: ein Vernichtungskampf auf Biegen und Brechen, wobei sich nicht, wie es Apologeten gerne sehen, das Beste und schon gar nicht das Menschenfreundlichste durchsetzt. Kapitalstärke, rücksichtslose Geschäftsmethoden und rentable Ausnützung der Arbeitskräfte küren die Sieger.


1 Antwort auf “3 Konkurrenz um den Profit”


  1. 1 Inhaltsverzeichnis « Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft statt Kapitalismus Pingback am 05. Dezember 2008 um 17:15 Uhr
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