DIE NOTWENDIGKEITEN EINER UNNÖTIGEN ÖKONOMIE

„Kind eines Arbeitslosen: ‚Warum können wir nicht heizen?’
Mutter: ‚Weil wir keine Kohle haben.’
Kind: ‚Warum haben wir keine Kohle?’
Mutter: ‚Weil dein Vater arbeitslos ist.’
Kind: ‚Warum ist Vater arbeitslos?’
Mutter: ‚Weil es zu viel Kohle gibt.“

(Aus Ernst Wagemann: Struktur und Rhythmus der Weltwirtschaft, München 1932)

Wenn man die Lebensumstände der Menschen in der so genannten „Ersten Welt“ (die etwa 25 Länder mit dem größten Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung) begutachtet, so kann man eine Menge existenzieller Sorgen und auch Elend feststellen – ein Elend der Lebensführung, das selbst die größten Apologeten dieses ökonomischen Systems nicht abstreiten, es jedoch als irgendwie gerechtes bzw. als ein in Kauf zu nehmendes betrachten oder gar nicht dieser Ökonomie anlasten.
Einige vertreten die Meinung, die Marktwirtschaft sei eben ein Wirtschaftssystem, das nicht allen zugute käme, und das sei schon in Ordnung. Der Großteil wird jedoch der Marktwirtschaft unterstellen, diese sei prinzipiell zum Wohle der Menschen da – die Probleme entstünden aufgrund falscher Politik, aufgrund der Schlechtigkeit der Menschen, etc…
Dem ist entgegenzuhalten, dass die Marktwirtschaft schon hinsichtlich ihrer Grundbestimmungen keine Wohlfahrtswirtschaft ist. Sie ist keine Mangelwirtschaft und produziert dennoch eine Menge Elend.
Die Marktwirtschaft ist eine für den Großteil der Menschheit schädliche Ökonomie – verglichen mit einer Gesellschaft, in der es um eine ausreichende Versorgung der Leute mit Gütern und Leistungen, die für ein angenehmes Leben notwendig sind, ginge – und die für dieses Leben auch genügend Kraft und Zeit ließe.
Diesen Zweck kann die Marktwirtschaft aufgrund ihrer Grundbestimmungen nicht haben. Die Notwendigkeiten, die sich aus jenen ergeben, werden in den folgenden Thesen erläutert.


1 Antwort auf “DIE NOTWENDIGKEITEN EINER UNNÖTIGEN ÖKONOMIE”


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